Ergebnisse des Moderationsverfahrens „Erweiterung Phantasialand“ liegen vor
Arbeitskreis empfiehlt drei Alternativen für das weitere Regionalplanverfahren
Der Vorsitzende des Kölner Regionalrates, Rainer Deppe MdL, (CDU) nahm heute aus den Händen von Johann Dieckmann, dem Moderator des „Arbeitskreises Erweiterung Phantasialand“, die Ergebnisse des Moderationsverfahrens zur Erweiterung des Freizeitparks Phantasialand entgegen.

Der Freizeitpark beabsichtigt seine Fläche um ca. 30 ha auszuweiten. Das Moderationsverfahren geht auf einen Beschluss des Regionalrats zurück. Dieser hatte die Bezirksregierung Köln im September 2008 in Verbindung mit dem Aufstellungsbeschluss für eine ca. 16 ha umfassende Erweiterung beauftragt, gemeinsam mit dem Unternehmen Freizeitpark Phantasialand, dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Brühl ein Zielkonzept für eine darüber hinausgehende Erweiterung des Freizeitparks zu entwickeln. Das Zielkonzept soll die Interessen der Anwohner und die Belange des Naturschutzes sowie die betrieblichen Notwendigkeiten des Unternehmens möglichst harmonisieren und zu einem vernünftigen Ausgleich führen.
In Umsetzung dieses Auftrages konstituierte sich ein Arbeitskreis, der seit Januar 2009 unter Moderation der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Erft Kreises insgesamt zwölf mal tagte. In diesem Zeitraum wurden auf der Basis bereits vorliegender Unterlagen acht verschiedene Planungsalternativen zur Erweiterung des Freizeitparks entwickelt und auf ihre grundsätzliche Eignung für das Vorhaben überprüft. Zu den besonders konfliktträchtigen Problemfeldern „Lärmbelästigung der Anwohner“ und „Inanspruchnahme von Waldflächen und Biotopen“ wurden ergänzende Sachverständigengutachten eingeholt.
Die ca. 80 Seiten umfassende Kurzfassung des Abschlussberichts kommt nach einem umfassenden Vergleich aller Alternativen zu dem Ergebnis, dass eine Erweiterung nur unter Inanspruchnahme westlich des derzeitigen Betriebsgeländes gelegener Waldflächen möglich ist. Dabei werden drei verschiedene Varianten als Grundlage für ein mögliches Regionalplanverfahren vorgeschlagen. Die Realisierung größerer Teile der Erweiterung auf den östlich gelegenen waldfreien Flächen kann hingegen, insbesondere unter immissionsschutzrechtlichen Aspekten, nicht in Betracht gezogen werden.
Rainer Deppe bedankte sich bei allen Beteiligten für den umfangreichen Moderationsbericht. Eine solche detaillierte und in die Tiefe gehende Vorarbeit habe es für ein Regionalplanverfahren in NRW noch nie gegeben. „Die Beteiligten, die Bürger im Regierungsbezirk und die Öffentlichkeit können sicher sein, dass sich der Regionalrat sorgfältig und konzentriert mit den Ergebnissen des Moderationsverfahrens auseinandersetzt. Die Mitglieder des Regionalrats erhalten jetzt den Moderationsbericht. Auf der nächsten Sitzung des Regionalrates am 8. Oktober wird der Moderator die wesentlichen Ergebnisse noch einmal mündlich erläutern und der Regionalrat entscheiden, inwieweit diese eine Grundlage für das weitere Regionalplanverfahren bilden können.“


Reiner Calmund im Phantasialand
WAKOBATO - eine neue Attraktion im Phantasialand
Hier sehen Sie frühere Filme aus dem Phantasialand